Der Markt-Monitor
Ackermanns nüchterne Wahrheit

Gedämpfte Aussichten bei der Deutschen Bank. Die Aktie gerät unter Druck. Aber wer hat etwas anderes erwartet?

Wenn hinter den zurückhaltenden Aussagen im Geschäftsbericht der Deutschen Bank nicht mehr steht als eine vorsichtige Einschätzung der geschäftlichen Aussichten, dann erzählen sie im Grunde nichts neues. Denn wer rechnet schon damit, dass alles prima weiterläuft, wenn die Weltkonjunktur sich eintrübt? Damit wäre es fundamental gar nicht gerechtfertigt, dass die Aktie heute unter Druck steht. Es ist einfach die nüchterne Wahrheit, dass das Bankgeschäft schwieriger wird, die Deutsche-Bank-Chef Josef Ackermann da eingesteht. Und dazu die Tatsache, dass seine hängenden Großfinanzierungen, die er durch die Bilanz schleppt, im Laufe der Zeit nicht leichter zu tragen werden, was auch niemanden überraschen sollte. Verständlich ist die Börsenreaktion dennoch - dahinter steht die Angst, die Probleme könnten doch größer sein als erwartet. Schließlich hatten wir ja genug böse Überraschungen im Finanzsektor.

Ansonsten fällt auf, dass die Aktienbörse wieder erstaunlich stabil ist. Die absolut miserablen Zahlen von der Konjunkturfront und vom US-Immobilienmarkt, dazu sogar negative Spekulationen über Merrill Lynch - das alles hat sie relativ locker weggesteckt. Deswegen ist der Markt eigentlich in einer ganz guten Verfassung, auch wenn es heute ein bisschen herunter geht.

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