Der Markt-Monitor
Aktien: Die Magie des Mülls (Trash is king)

Die Aktien steigen - obwohl keiner überzeugt ist, dass es damit seine Richtigkeit hat.
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Das "Wall Street Journal" bringt die Börsenrally sehr hübsch auf den Punkt: "Trash is king". So kurz geht es auf Deutsch leider nicht. Die These des Kollegen Tom Lauricella lautet: Die Erholungsrally an den Börsen wird nicht von den Qualitätstiteln getragen, sondern von angeschlagenen Aktiengesellschaften, zum Beispiel den Banken.

Richtig überraschend ist das nicht. Schließlich war die Welt in puncto Banken nach dem Zusammenbruch von Lehman im letzten Jahr völlig verunsichert. Inzwischen hat sich die Meinung durchgesetzt: Ein Fall Lehman darf und wird sich nicht wiederholen. Und siehe da - Banken sind wieder mehr wert, können auch wieder bessere Geschäfte machen.Ein anderer Sektor, der besser als erwartet lief, sind konsumnahe Titel. Dort war es so ähnlich: Manche hatten die Investoren schon fast abgeschrieben, jetzt setzt sich die Meinung durch, dass das Leben - und damit der Konsum - auf diesem Planeten doch irgendwie weitergeht.

Lauricella schreibt aber auch, dass eine "echte" Rally sich jetzt dadurch beweisen, dass weitere Branchen mitgetragen werden, zum Beispiel Technologie-Aktien. Davon ist aber nichts zu spüren. Außerdem verweist er darauf, dass die Analysten die Gewinnprognosen für die Unternehmen kürzen, während die Aktienkurse steigen. Nun - zuletzt hat ohnehin niemand mehr an Gewinnprognosen geglaubt. Wenn wir so weit kommen, dass sie wieder irgendeine Bedeutung haben - um so besser. Aber diese Gegenbewegung - Kurse rauf, Gewinnerwartungen runter - können dazu führen, dass Aktien auf einmal wieder recht teuer aussehen.

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