Der Markt-Monitor
Aktien im Sonderangebot

Einstellige Kurs-Gewinn-Verhältnisse zeigt ein Blick auf die krisengeschüttelten Kurstafeln. Aber nicht jedes Schnäppchen ist seinen Preis wert.

Die leicht gedrückte Börse - richtig gekracht hat es ja noch gar nicht - eröffnet auch die eine oder andere Kaufchance. Wer die Kennzahlen anschaut, stellt fest, dass Finanztitel im Moment zum Teil extrem billig sind. Das hat freilich gute Gründe. Erstens ist ihre Bewertung ohnehin sehr häufig niedriger als die von Industrieunternehmen. Und zweitens traut der Markt ihnen zu Recht nicht mehr zu, auf Dauer ihre traumhaften Gewinne zu halten.

Spannender als die Bankentitel sind daher wahrscheinlich Industrieaktien, deren Preise durch die - möglicheweise noch zunehmenden - Marktturbulenzen mit unter Druck geraten. Auffällig ist zum Beispiel BMW mit einem sehr niedrigen Kurs-Gewinn-Verhältnis. Auch das hat seinen Grund. Der Konzern hat deutlich gemacht, dass in den nächsten Jahren Investitionen - vor allem in Sprit sparende Technik - Vorrang haben vor dem Gewinn. Insofern nimmt das niedrige Kurs-Gewinn-Verhältnis einen niedrigeren Gewinn vorweg. Auf der anderen Seite: Eigentlich ist dieser Strategie-Wechsel eine gute Nachricht: Sie haben es endlich kapiert.

Möglicherweise kommt zurzeit auch der eine oder andere Versicherungstitel zu sehr unter die Räder. Die Branche hat ihre Aktionäre nicht gerade verwöhnt. Immer wieder galt sie Favoritin der Analysten, und dann zogen die Kurse doch nicht an. Zudem dürften ihre Erträge auch unter Druck kommen, wenn die Börsen nicht mehr rundlaufen. Aber bei den Versicherern ist der Effekt nicht so stark wie bei den Banken. Der eine oder andere Titel ist daher vielleicht doch interessant: Eine Allianz ist mit einem KGV von acht nun wirklich nicht teuer.

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