Der Markt-Monitor
Anleger glauben wieder an Aktien

So richtig bewegende Nachrichten fehlen an der Börse. Aber interessant ist, dass Anleger wieder mehr Aktienfonds kaufen.

Stan O'Neal, der Chef von Merrill Lynch, ist schon weg. So schnell kann das gehen. Eigentlich eine gute Nachricht für die Börse. Wenn ein Chef sich in der Krise schnell verabschiedet, ist das jedenfalls besser, als wenn er am Sessel klebt. Jetzt kann der Mann einen Hedge-Fonds gründen und dabei eine negativen Erfahrungen bei Merrill Lynch verwerten. Oder eine Autobiographie schreiben und die Filmrechte verkaufen. Mit seinem Aufstieg aus bitterer Armut, der Großvater noch Sklave, gibt er allemal Stoff genug für einen Mythos ab.

In Deutschland ist interessant, dass die Anleger ausgerechnet im Krisenmonat September Aktienfonds wiederentdeckt und fleißig investiert haben. Ist das eine gute Nachricht? Einerseits schon. Wenn Aktienfonds Geld bekommen, kaufen sie Aktien, das treibt die Kurse. Andererseits entdeckt der deutsche Anleger die Börse gerne gerade dann, wenn der Boom schon vorbei ist - diese Variante der Geschichte ist leider auch nicht von der Hand zu weisen.

Ansonsten ist bemerkenswert, dass jetzt schon von Gewinnmitnahmen im Zusammenhang mit der Fed-Zinsentscheidung geredet wird. Eigentlich sollte man erwarten, dass es nach einer Zinssenkung erst einmal Gewinne gibt und die dann mitgenommen werden. Oder dass es kurz vorher Gewinne gibt und die nach der Entscheidung mitgenommen werden. Aber die Börse zieht alles immer noch ein bisschen weiter nach vorn.

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