Der Markt-Monitor
Baldrian von Bernanke

Alles wird gut, sagt der amerikanische Notenbankchef. Aber es dauert noch eine Weile, bis es wirklich gut wird. Diese einschläfernde Mischung von Optimismus und Pessimismus ist optimal für die Märkte.
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Die Rezession ist vorbei, das hätten wir anhand der Wirtschaftsdaten vielleicht auch so bemerkt. Aber wenn der Chef der Fed, Ben Bernanke, es sagt, wirkt es doch noch einmal beruhigend. Auf der anderen Seite stellt er heraus, wie lang die Wegstrecke noch ist, bis man die Erholung tatsächlich spüren kann. Das heißt übersetzt: Die Notenbank denkt noch nicht so bald an eine Zinserhöhung. Und das hilft den Aktienmärkten dann auch wieder.

Speziell für Deutschland verdichten sich die Anzeichen, dass die Katastrophe auf dem Arbeitsmarkt nicht so groß wird, wie viele befürchtet haben. Möglicherweise kommt also der große Einbruch, vor dem alle Angst hatten, gar nicht mehr. Dann bleibt nur noch das Problem, dass viel von der heutigen Erholung dadurch zustande kommt, dass alte Ungleichgewichte wieder aufgebaut werden, ein wirkliche Neustrukturierung der Wirtschaft ist noch nicht zu erkennen. Damit verschiebt sich das Szenario: Es muss nicht mehr der große Rückschlag kommen, aber vielleicht wiederholt sich die Krise schneller, als uns lieb ist. Doch das ist der Aktienbörse egal - so weit schaut sich nicht in die Zukunft. Vor diesem Hintergrund ist nachvollziehbar, dass die Anleger doch leicht optimistisch bleiben.

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