Der Markt-Monitor
Beispiel BASF

Ein Muster setzt sich fort: Schlechte Zahlen quittiert die Börse mit einem Kurssprung.
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Der Umsatz bei BASF ist im ersten Quartal um rund ein Fünftel eingebrochen. Trotzdem bleibt noch ein ganz netter Gewinn übrig. Vielleicht ist das die gute Nachricht: Es zeigt, wie satt die Gewinnpolster vor der Krise waren. Das nährt die Hoffnung, dass die Unternehmen die Krise überstehen können.

Die Börse reagiert auf die schlechten Zahlen mit einem Kurssprung, obwohl sie von ebenso düsteren Prognosen begleitet waren. Dieses Muster zeigt sich jetzt häufig: Alle haben Angst, dass die Zahlen noch schlechter sind als "offiziell" erwartet, und dann sind sie es nicht, oder sogar ein bisschen besser. Und deswegen setzt sich wieder der Optimismus durch.

Im Endeffekt führt das dazu, dass die Aktien sehr schnell teurer werden, gemessen am Kurs-Gewinn-Verhältnis. Aber das ist wohl normal. Am Beginn einer Krise sind die Gewinne noch hoch, die Kurse brechen aber schon ein, später passiert das umgekehrte. Deswegen geht das Kurs-Gewinn-Verhältnis erst stark zurück und schnellt dann wieder nach oben. Wenn sich aber herausstellt, dass die Krise doch noch länger dauert als angenommen, dürfte die Börse noch einmal einknicken. Im schlimmsten Fall stellt sich dann der heutige Trend als Bären-Rally heraus. Im besten Fall (hoffen wir mal darauf) wird die Erholung nur durch eine Art Bullen-Baisse unterbrochen.

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