Der Markt-Monitor
Bernanke in der Zwickmühle

Die Märkte warten auf die amerikanische Notenbank (Fed). Aber die kann es eigentlich nur falsch machen.
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Fed-Chef Ben Bernanke hat sich neulich vorsichtig optimistisch geäußert, und davon profitieren die Aktien bis heute. Schließlich war Bernanke zuvor in letzter Zeit oft eher rabenschwarz gestimmt. Jetzt sieht er so etwas wie die berühmten Silberstreifen am Horizont, ahnt sie zumindest für 2010 voraus.

Aber was soll er heute dem Publikum noch erzählen? Er kann seine relativ optimistische Einschätzung wiederholen. Dann tut er sich aber schwer, weitere geldpolitische Maßnahmen anzukündigen, die die Märkte aber sicherlich, jedenfalls zum Teil, von ihm erwarten. Dabei geht es weniger um Zinssenkungen - die sind ja schon de facto bei null - als darum, Geld zu drucken und an dem kaputten Bankenapparat vorbei in die Wirtschaft zu schleusen.

Oder Bernanke kündigt doch solche Maßnahmen an, malt aber wieder ein bisschen schwarz, um sie zu begründen. Dann nimmt er den Optimismus, der die letzten Tagen die Märkte ganz gut getragen hat, gleich wieder heraus. Seien wir gespannt, wie er sich da durchwurschtelt.

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