Der Markt-Monitor
Chrysler, der ewige Klotz am Bein

Daimler wird Chrysler nicht wirklich los. Das zeigt heute wieder der Aktienkurs.

Die ehemalige US-Tochter, an der die Stuttgarter noch 20 Prozent halten, hat jetzt einen Milliardenkredit abgerufen. Davon muss 1,5 Milliarden Dollar Daimler zu Verfügung stellen. Zu sehen ist der Kredit im Zusammenhang mit der Mehrheitsübernahme von Chrysler durch eine Heuschrecke.

Die Heuschrecke hat, wie das so üblich ist, Chrysler den Schuldendienst für die eigene Übernahme aufgebrummt, aber Daimler muss mit einspringen. Trotzdem sollten die Stuttgarter sich nicht beschweren, und die Heuschrecke (eigentlich ein Höllenhund: Cerberbus) kann einem schon fast Leid tun. Denn Chrysler kommt einfach nicht auf die Füße - ohnehin nicht, und bei der Flaute auf dem US-Automarkt erst recht nicht. Während GM und Ford jetzt offenbar europäische Modelle, die sparsamer sind als amerikanische Schlachtschiffe, auf die US-Straßen schicken wollen, hat Chrysler nicht einmal diese Option.

Das Problem für Daimler: Zu 20 Prozent leiden die Stuttgarter immer noch mit. Und Autowerte laufen ohnehin schlecht zurzeit, wenn der Ölpreis immer noch weiter steigt und allmählich in Deutschland, stückchenweise, die Konjunktur auch noch in die Brüche geht. Dürfte also nicht der letzte schlechte Tag für Daimler gewesen sein.

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