Der Markt-Monitor
Das Allzeithoch im Visier

Die Wall-Sreet-Indizes haben es vorgemacht, jetzt will auch der Dax sein Rekordhoch in Agriff nehmen. Ganze zwei Prozent fehlen ihm noch dahin, die Jahresendrally soll es richten. Ein Selbstläufer wird diese aber nicht.

Wer hätte das für möglich gehalten? Nur einen Monat nach dem Sturz bis unter 7400 Punkte schnuppert der Dax schon wieder an seinem Allzeithoch. Beflügelt durch gute Vorgaben aus den USA klettert der deutsche Leitindex heute in den Bereich der 8000er-Marke. Bis zum Rekord aus dem Sommer fehlen damit nur noch 150 Punkte, das sind schlappe zwei Prozent.

Von Krise scheint an der Börse jedenfalls längst keine Rede mehr. An der Wall Street sind der Dow Jones und der S&P 500 sogar schon ein ganzes Stück weiter als der Dax. Beide Indizes schlossen gestern auf Rekordniveau. Dabei steht die Jahresendrally steht nach Überzeugung der meisten Experten erst noch aus. Ausgehend von positiven Berichten für das dritte Quartal werden Aktien in den Schlussmonaten wie so oft in der Vergangenheit neue Höhen erklimmen, sagen viele Analysten voraus. Dass der Aluminiumkonzern Alcoa zum Auftakt der Berichtssaison nur mäßige Zahlen vorlegte - geschenkt!

Sollte es weitere Enttäuschungen geben, könnte sich die Meinung am Markt allerdings schnell drehen und die Jahresendrally ins Wasser fallen. In den bisherigen Jahresverlauf würde das insofern passen, als die typischen saisonalen Kursmuster 2007 kaum zu finden waren. Der September - historisch der schlechteste Börsenmonat - hat das mit einem kräftigen Plus gerade erst wieder unter Beweis gestellt.

Ralf Drescher
Ralf Drescher
Handelsblatt.com / Teamleiter Finanzen (bis 29.2.2012)
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