Der Markt-Monitor
Das Blutbad geht weiter

Die Fed kann einpacken. Sie hält den Kursverfall nicht mehr auf. Wahrscheinlich richtet sie mit weiteren Zinssenkungen nur noch Schaden an.

Ein bisschen hat die US-Notenbank den Kursverfall gestoppt. Aber eben nur ein bisschen. Wenn sie jetzt rasch nochmal nachlegt und wieder nichts bewirkt, ist ihre Glaubwürdigkeit dahin. Das einzige, was sie dann noch erreichen kann, ist ein Anstieg der Inflationsängste. Und das bewirkt steigende statt sinkender Zinsen. Und das wäre Gift: für die Anleihemärkte, für die Aktien, für die Wirtschaft.

Die Europäische Zentralbank übt kluge Zurückhaltung. Aber sie hat es auch leichter. Von ihr erwartet keiner, dass sie das Blutbad an den Märkten beendet. Sie spielt im Grunde an den Börsen nur eine zweitrangige Rolle - das gereicht ihr im Moment sehr zum Vorteil. Aber wenn der Dollar zu sehr abschmiert, gerät sie von der Seite her unter Druck, doch noch mit einer Zinssenkung nachzuziehen.

Das Blutbad geht also weiter. Natürlich wird es Phasen der Erholung geben. Aber erst, wenn keiner mehr von Erholung redet, findet sie wirklich statt. Das ist Börsenpsychologie. Und obwohl keiner weiß, wie es weiter geht: auf bestimmte Absurditäten kann man sich verlassen.

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