Der Markt-Monitor
Das Schlimmste vorbei?

Von den Banken kommen hoffnungsfrohe Töne: Das Schlimmste sei vorüber, heißt es zur Finanzkrise.

Man traut sich nicht so recht, der Botschaft Glauben zu schenken. Allerdings gehen Krisen meist sehr unspektaklulär zu Ende, deswegen ist es ja auch so schwierig, den richtigen Zeitpunkt zum Einstieg zu finden. Überraschend ist aber doch, dass die Börse mehr und mehr auf ein Ende der Krise setzt, während die Volkswirte sich gerade erst richtig darauf einstellen, dass US-Krise doch auf Europa überschwappen könnte.

Festzuhalten bleibt: Selbst wenn sich die Banken stabilisieren sollten, heißt das nicht, dass sie gleich wieder bombig verdienen. Die Methoden, mit denen sie in den letzten Jahren klotzig verdient haben, haben sich ja zum Teil nicht bewährt. Jetzt kommt es darauf an, wieder traditioneller Geld zu verdienen - und das ist mit Mühe und Arbeit verbunden. Daher dürfte es in Ordnung sein, wenn die Finanzbranche auf Dauer weniger Gewicht in den Indizes behält, als das in den letzten Jahren üblich war. Sie hat freilich schon einiges Gewicht verloren durch Kursrückgänge der Krise. Aber ob das reicht?

Außerdem dürfen wir uns keine Illusionen machen: Der US-Immobilienmarkt wird noch eine Weile das Wirtschaftswachstum in den USA beeinträchtigen. Der Boom der letzten Jahre dort lief letztlich über eine gewaltige Kreditblase, die die Notenbank angeheizt hat. Damit ist es erst einmal vorbei.

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