Der Markt-Monitor
Der Dollar passt sich der Realität an

Ein Zeitungsbericht über eine angebliche Ablösung des Dollars als Ölwährung bringt die US-Devise noch mehr unter Druck, obwohl er dementiert wird.
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Was ist an dem Artikel des "Independent" dran? Wahrscheinlich stellen eine Menge Leute Überlegungen an, ob der Dollar auf Dauer die weltweite Leitwährung bleibt. Trotzdem wird sich daran auf kurze Frist so schnell nichts ändern. Und das, gerade weil die USA so hoch verschuldet sind: diese Schulden Sind Dollarschulden, und sie stellen einen großen Teil der weltweiten Devisenreserven dar. Da kommt keiner so schnell raus, auch wenn die amerikanische Währung schwach wird.

Im Grunde hat sich der Dollar mit seiner Schwäche nur den realen Bedingungen angepasst. Die USA sind letztlich schwerer von der Krise getroffen als Europa, auch wenn das in den statistischen Kennziffern nicht immer zum Ausdruck kommt. Vor allem aber - darauf hat unlängst der bekannte Fondsmanager El-Erian hingewiesen: Das US-System baut auf Defiziten und Schulden auf, das europäische dagegen eher auf Ersparnissen. Deswegen wird das Interesse an einer Abwertung der Währung in den USA immer größer sein als in Europa - und diese Realität bildet die Dollar-Schwäche inzwischen auch ab.

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