Der Markt-Monitor
Deutsche Bank fällt durch

Die Deutsche Bank glänzt mit Gewinn - aber die Börse ist dennoch unzufrieden. Die Erwartungen waren einfach zu hoch.
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Die Aktien der Deutschen Bank stehen trotz des hohen Quartalsgewinns unter Druck. Als Gründe werden die steigenden Personalkosten und die hohen Rückstellungen für Kreditrisiken genannt. Beides kann aber eigentlich nicht überraschen: Wenn im Investment-Banking der Rubel rollt, fließen auch wieder Boni - oder hat jemand ernsthaft geglaubt, da ändert sich was? Und was die Kreditvorsorge angeht: Eine Bank, die jetzt nicht vorsorgte, würde fahrlässig handeln.

Es gibt also eigentlich nichts zu meckern. Wahrscheinlich waren die Erwartungen der Börse einfach zu hoch - die Anleger hatten einen "höher als erwarteten" Gewinn ohnehin schon erwartet. Eine wichtige Rolle spielt aber auch, dass die Gewinne im Investment-Banking weder vom Himmel fallen, noch außerordentlicher Genialität zuzuschreiben sind und auch nicht auf Dauer stabil bleiben müssen - das würde die Bank selbst auch nicht leugnen. Zurzeit ist das Geschäft der Investment-Banker leicht, darauf hat kürzlich erst Bankenpräsident Andreas Schmitz hingewiesen: Die Refinanzierung ist extrem billig, die Zinskurve stimmt. Dazu kommt: Das Finanzsystem ist stabilisiert, die Konkurrenz kleiner geworden. Schmitz meinte daher: "Wer jetzt nichts verdient im Investment-Banking, der schafft es nie." Und genau das muss nicht ewig so bleiben.

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