Der Markt-Monitor
Deutsche Bank schlägt zu

Die Deutsche Bank besorgt sich frisches Kapital - und macht das ganz geschickt.
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Wenn heute eine Bank eine Kapitalerhöhung ankündigt, kann das sehr schnell als Zeichen der Schwäche aufgefasst werden und den Aktienkurs in den Keller schicken. Auf der anderen Seite weiß kein Banker, ob die Zeiten nicht noch schlechter werden und er nicht doch noch dringend Geld braucht.

Es ist daher nicht ungeschickt, dass die Deutsche Bank jetzt mal schnell im Zusammenhang mit dem Kauf des Pakets an der Postbank eine Kapitalerhöhung von zwei Milliarden Euro ankündigt. So hat sie wenigstens einen guten Grund, und es wirkt nicht unbedingt als Zeichen der Schwäche. Dass die Aktie trotzdem ist einen Schlag wegbekommt, kann sie in Kauf nehmen.

Die Deutsche Bank ist sehr gut kapitalisiert, wenn man sie mit vielen anderen Banken vergleicht. Aber weniger gut, wenn man in Rechnung stellt, dass ihr Schwerpunkt das risikoreiche Investment-Banking ist. Bank-Chef Josef Ackermann hat selbst gesagt, dass er den "Hebel" in seiner Bank noch verkleinern muss - sprich, der muss die Bilanzsumme verkürzen. Vor diesem Hintergrund ist es vernünftig, den Postbank-Deal durch eine Kapitalerhöhung abzusichern.

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