Der Markt-Monitor
Die Angst vor dem Herbst

Alles ist so weit friedlich - in der Politik (jedenfalls bei uns), an der Börse, sogar in der Wirtschaft. Aber wie lange noch?
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Im Herbst geht es los. Mit diesem Gefühl werden viele in den Sommerurlaub fahren. Im Herbst - dann können die Betriebe nicht mehr mit Kurzarbeit und ähnlichem Maßnahmen die Krise überbrücken. Im Herbst sind die Wahlen vorbei. Dann können auch die Politiker nicht mehr so tun, als sei die Welt in Ordnung, um ihre Wähler nicht unnötig zu verschrecken.

Wahrscheinlich werden der Herbst und der kommende Frühling tatsächlich unangenehm. Aber einen letzten Rest Optimismus lasse ich mir nicht nehmen. Vielleicht einfach deswegen, weil viele Leute von der Krise nichts wissen wollen. Und wenn niemand etwas von der Krise wissen will, kann sie im Prinzip auch gar nicht stattfinden. Im Prinzip - davon abgesehen, dass wir sehr stark von Exporten abhängig sind. Aber auch da darf man nicht übersehen: Irgendwann werden die Leute in anderen Ländern auch wieder investieren. Außerdem war das Exportniveau im vergangenen Jahr so extrem hoch, deswegen sieht der Fall so extrem tief aus.

Für die Börse bleibe ich bei der Einschätzung: Sie wird noch einmal schwach, wir haben das schon gesehen in den letzten Tagen. Aber ganz auf Grund tauchen sollte sie nicht. Selbst wenn die Arbeitslosigkeit steigt und die Unternehmen schlechte Zahlen ausweisen. Die Börsianer werden sagen: Das ist die Vergangenheit, wir halten uns an die Zukunft.

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