Der Markt-Monitor
Die Börse führt ihr Eigenleben

Heute braucht der Aktienmarkt keine Nachrichten. Er versorgt sich selbst mit Impulsen.

Ob es da ein paar Leute auf dem falschen Fuß erwischt hat? Die Heftigkeit, mit der die Finanztitel gerade heute, wo Deutsche Bank und UBS mit saftigen Abschreibungen nachlegen, nach oben treiben, ist schon überraschend. Die amerikanische Website "Marketwatch" beginnt ihren heutigen Marktbericht mit den Worten: "No joke...". Der Kollege dort wundert sich offenbar auch.

Anscheinend haben einige Investoren in letzter Zeit zu lange die Finanztitel nach unten geritten. Nach dem Motto: Die nächste schlechte Nachricht kommt bestimmt. Als sich dann der Eindruck verfestigte, dass die US-Notenbank nichts anbrennen lässt, zog die Strategie nicht mehr. Die hohen Kurssteigerungen heute dürften also doch in erster Linie eine technische Reaktion sein.

Hinzu kommt aber etwas Fantasie in Sachen Fusionen. Die Furcht, dass sich da überhaupt nichts mehr tut, scheint unbegründet. Richtig ist zwar, dass die Finanzakrobaten der Private-Equity-Häuser im Moment nicht zum Zuge kommen, weil sie ihre Finanzierungen nicht zusammenbekommen. Aber damit ist der Weg für strategische Investoren frei, deren Geschäftsmodell nicht daraus besteht, die Übernahme mit möglichst viel Fremdkapital hochzuhebeln: Manchmal steckt in dem, was an den Märkten abgeht, eben doch ein Hauch von Vernunft.

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