Der Markt-Monitor
Die Börse muss neue Signale verstehen

Die Zinspolitik der Notenbanken kommt an ihre Grenzen. Die Börsianer müssen daher genauer aufpassen, was die Geldpolitiker sonst noch so tun oder ankündigen.
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Die Frage ist, ob die Notenbanken den Zins irgendwann tatsächlich auf Null senken. Eine gute Idee wäre es nicht. Denn damit würde definitiv der Eindruck entstehen, sie hätten ihr Pulver verschossen. Besser ist, immer noch eine Resterwartung aufrecht zu erhalten, dass man noch einen Schritt weitergehen könnte.

Deswegen wird die US-Notenbank wohl heute, und bald vielleicht auch schon die europäische, umschwenken. Sie muss den Märkten nun erklären, was sie außer Zinspolitik noch so drauf hat, um dem Zusammenschnurren der Kreditblase so entgegenzuwirken, dass die "reale Wirtschaft" nicht gleich mitschnurrt. Es gibt ein ganzes Arsenal dafür. Im Prinzip läuft alles darauf hinaus, dass die Notenbank direkt Geld verleiht, ohne den Umweg über die Banken zu nehmen.

Während sich bei Zinserwartungen bestimmte Reaktionsmuster an den Märkten eingespielt haben, muss sich das bei den neuen Instrumenten noch finden. Welche Ankündigung oder Andeutung wird welchen Effekt haben? Bewegen die Notenbanken, allen voran die amerikanische, überhaupt noch die Börse? All das muss sich neu sortieren - und heute dürfte es bei der Zinssenkung in den USA einen wichtigen Schritt in diese Richtung geben.

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