Der Markt-Monitor
Die Bullenfalle rückt näher

Immer wieder gab es im Laufe dieses Jahres kleine Bärenfallen - vorübergehende Rückgänge am Aktienmarkt, wo man dachte, jetzt ist die Party bald vorbei. Und dann ging es doch wieder aufwärts. Dieses Woche ist es wieder passiert. Die steigenden Langfristzinsen - eigentlich eine Normalisierung - in den USA und auch in Europa schienen zunächst bedrohlich zu wirken. Aber dann haben die Märkte nach einem positiven Ausblick der US-Notenbank alle Sorgen wieder abgeschüttelt. Am heutigen Freitag läuft, nach einer Empfehlung von Morgan Stanley, Hypo Real Estate besonders gut - die Aktie stand an den Tagen zuvor zum Teil recht deutlich unter Druck, denn Immobilienfinanzierer sind besonders empfindlich gegen steigenden Zinsen.

Also alles wieder in Ordnung? Die Banken werden die Hausse nicht abblasen, so viel ist klar. Die alte Erfahrung der Finanzbranche zeigt: Wer seine Kunden zu früh zum Ausstieg überredet, handelt sich mehr Ärger ein, als wer zusammen mit allen anderen die Kunden bis zuletzt im Aktienmärkt lässt. Denn im ersten Fall ärgert sich der Kunde, dass er auf die Bank gehört hat. Im zweiten Fall ist die Börse schuld, und schließlich haben ja alle anderen auch eins auf die Nase bekommen.

Aber irgendwann dürfte es dann doch wieder einen deutlicheren Dämpfer geben. Und beim Börsenboom ist es wie im Krieg: Die letzte Welle, die an die Front geht, hat meist die höchsten Verluste zu beklagen.

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