Der Markt-Monitor
Die chinesische Blase

Während die freundlichen Börsen heute etwas unfreundlicher starten, diskutieren die Investoren darüber, welche Qualität die erstaunlich robuste chinesische Wirtschaft hat.
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Die Finanzkrise hat das Vertrauen in die Weisheit der Märkte erschüttert. Wenn die Märkte nicht so schlau sind, wie wir dachten, dann bedeutet das aber noch lange nicht, dass die Politik deswegen schlauer ist, als wir früher dachten. Und damit wären wir beim Thema "China". Die Volkswirtschaft dort ist erstaunlich stabil. Und die guten Nachrichten von dort gehören zu den Stützen der Aktienbörsen.

Aber vieles, was man aus China hört, ist staatlich verordnet und gezaubert. Daher sorgen sich Investoren mehr und mehr, dass wir vielleicht auf einer gewaltigen China-Blase sitzen. Ein Analyst der Société Générale hat das Thema jetzt wieder aufgebracht. Und wenn diese Blase in ein oder zwei Jahren platzt, dann wäre das der Auslöser für eine Rückkehr der Finanzkrise. Ganz von der Hand zu weisen sind diese Befürchtungen nicht.

Ökonomen wie William White weisen zu Recht darauf hin, dass die Belebung, die wir jetzt überall zu spüren glauben, eigentlich nur daran liegt, dass die alten Ungleichgewichte wieder erwachen. Die Aufgabe, die Strukturen der Wirtschaft zu ändern, steht uns noch bevor. Allerdings haben das auch die Chinesen erkannt. Sie fördern ja nicht nur den Export (das tun sie auch), sondern versuchen auch, die Inlandsnachfrage zu stärken. Deswegen gibt es doch Hoffnung, dass das chinesische Wunder nicht nur eine Blase ist.

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