Der Markt-Monitor
Die Finanzwelt schaut auf Bernanke

Die Märkte warten heute auf eine Rede von Ben Bernanke, dem Chef der US-Notenbank. Dabei geht es ausnahmsweise nicht um die Geldpolitik.
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Es gibt offenbar Hoffnungen, dass Bernanke eine Finanzspritze für die angeschlagenen Bauriesen Fannie Mae und Freddie Mac verkünden könnte. Auf der anderen Seite sind da die Befürchtungen, die Dinger könnten ganz verstaatlicht werden, und zwar (anders als bei der deutschen IKB) so, dass die privaten Investoren das Nachsehen haben. In den letzten Tagen sind die Kurse von Fannie und Freddie schon enorm eingebrochen und haben andere Finanztitel mitgezogen.

Zu erwarten ist eine paradoxe Kursreaktion. Wenn Bernanke nur eine Finanzspritze zusagt, wird das zunächst für Erleichterung sorgen. Auf der anderen Seite bleiben die Probleme letztlich ungelöst. Wenn er eine Verstaatlichung ankündigt oder andeutet, werden die Sorgen der privaten Investoren hochkochen. Auf der anderen Seite wären die Probleme damit nicht aus der Welt, aber aus dem Kapitalmarkt geschaffen. Im ersten Fall gibt es vielleicht eine kurzfristige Kurserholung und dann eine Belastung der Börse, im zweiten Fall umgekehrt. Und wenn Bernanke garnichts vernünftiges sagt, dürfte das auch schädlich für die Kurse sein.

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