Der Markt-Monitor
Die Macht der hohen Preise

Ganz Deutschland schimpft über Eon. Ganz Deutschland? Nein! Eine kleine Schar widerspenstiger Börsianer leistet Widerstand.

Wie schön ist doch das Börsenleben. Während sich ganz Deutschland über die angekündigten Strompreiserhöhungen der Energieriesen RWE und Eon erzürnt, lassen die Händler an den Aktienmärkten sämtliche Emotionen beiseite und schauen einfach aufs Materielle. Und hier versprechen die Preisschritte von bis zu zehn Prozent, wie sie Eon gestern angekündigt hat, in erster Linie steigende Gewinne. Folgerichtig setzen sich RWE und Eon in einem insgesamt schwächeren Umfeld mit Kursgewinnen von 3 und 2,5 Prozent an die Spitze im Dax.

Damit haben die Versorger großen Anteil daran, dass sich der Dax trotz negativer Vorgaben aus den USA und rekordhoher Ölpreise vergleichsweise stabil hält. Deutlich schlechter sieht es in der zweiten deutschen Reihe aus: Der TecDax fällt um mehr als ein Prozent zurück und droht wieder unter 1000 Punkte zu fallen. Für den MDax geht es gar zwei Prozent abwärts. Vielleicht sollte das eine oder andere kleine Unternehmen einfach Preiserhöhungen ankündigen. Mal sehen, wie die Börse darauf reagiert.

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Ralf Drescher
Ralf Drescher
Handelsblatt.com / Teamleiter Finanzen (bis 29.2.2012)
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