Der Markt-Monitor
Die Mechanik des Absturzes

Der Horrortrip an der Börse geht weiter. Und ein Ende ist vorerst nicht absehbar.
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Mit Bewertungen und Einschätzungen hat das, was an der Börse abgeht, im Moment nicht mehr viel zu tun. Eher ist eine unheilvolle Mechanik am Werk. Das große "Deleveraging", der Abbau der Verschuldung im Finanzsektor, scheint die Aktienbörse erreicht zu haben. Deswegen ist im Moment auch kein Ende dieses Prozesses absehbar. Erst wenn die Großinvestoren so positioniert sind, dass sie dem Stichtag am Jahresende einigermaßen ins Auge sehen kann, dürfte die Lawine langsamer werden. Zwischendurch haben wir vielleicht mal starke Tage, wenn ein paar Shortseller zu sehr in die Vollen gegangen sind und sich eindecken müssen.

Trotzdem muss man sich die Frage stellen, wie die Bewertung einzuschätzen ist. Denn wenn wir vor einer scharfen Rezession stehen, dann ist das natürlich auch fundamental ein Grund für niedrigere Kurse. Und wenn die Banken künftig weniger verdienen, weil ihre bisherigen Geschäfstmodelle nicht mehr funktionieren, dann setzt das für diese Branche ebenfalls das Erwartungsniveau herab.

Wenn der Markt sich aus der unheilvollen Mechanik heraus aber unter das fundamental gerechtfertige Niveau bewegt, dann ist die Stunde der Schnäppchenjäger angebrochen. Großinvestoren werden allerdings kaum zugreifen, weil sie zu viel Angst haben, dass es noch weiter heruntergeht und ihre Quartalsergebnis noch miserabler aussieht. Aber kleinere Anleger - professionell oder privat - machen in den nächsten Monaten wahrscheinlich Einkäufe, die sich irgendwann als sehr luktrativ erweisen werden.

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