Der Markt-Monitor
Die Währung zählt

Im Sommer gab der Kreditmarkt den Takt für die Aktienbörsen vor. Mehr und mehr spielt aber jetzt der Devisenmarkt eine Rolle.

Die Aktienmärkte befinden sich so ziemlich im Gleichgewicht, scheint es. Die Finanzwerte müssen im Moment nicht noch weiter fallen. Der schleichende Absturz der vergangenen Monate hat die beeinträchtigten Gewinnaussichten und die derzeitigen Abschreibungen zu einem großen Teil schon aufgefangen. Auf der anderen Seite ist die Rally der anderen Werte deutlich gebremst, auch von schwindenden Konjunkturhoffnungen.

In den nächsten Monaten müssen Aktienstrategen daher vielleicht vor allem auf den Devisenmarkt schauen. Rutscht der Dollar noch mehr ab? Wird der Euro unerträglich teuer? Lockern die Chinesen die Bindung an den Dollar etwas und tragen zum Gleichgewicht auf den Märkten bei? Beruhigen sich die Carry-Trades gegen den Yen, die die japanische Währung unter Druck setzen und so natürlich auch die Exportwerte dort beflügeln? Oder wird der Yen wieder stärker, und Konzerne wie Toyota, die stark vom US-Geschäft abhängen, tun sich schwer mit dem schwachen Dollar?

Diese Fragen dürften im Vordergrund stehen. Und entsprechend die Gewichte auf dem Aktienmarkt hin und her schieben, ohne dass es einen klaren Trend nach oben oder unten geht. Bloß weil bald Weihnachten ist, muss es heute jedenfalls keine Jahresendrally mehr geben.

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