Der Markt-Monitor
Dividende kürzen in der Krise?

Eine beliebte politische Forderung lautet, jetzt die Dividenden zu kürzen. Die Post zeigt heute, wohin das führt.
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Gestern an der Wall Street sind auch schon einige Aktien wegen Dividendenkürzungen eingebrochen. Heute zeigt sich dasselbe bei der Post, obwohl der Dax insgesamt freundlich gestartet hat. Die Forderung von Finanzminister Peer Steinbrück und anderen Politikern, in der Krise lieber die Dividenden zu kürzen und dafür die Arbeitsplätze zu halten, ist daher sehr zweischneidig.

Für Anleger gibt es zurzeit wenig Grund, in Aktien zu investieren. Das letzte Jahr war an der Börse ein Desaster. Und ob eine schnelle Erholung naht, ist mehr als zweifelhaft. Dividenden sind daher fast der einzige Grund, trotzdem hier zu investieren. Wer jedes Jahr eine Ausschüttung bekommt und Buchverluste aussitzen kann, hat sein Geld wenigstens nicht völlig verschwendet.

Vor diesem Hintergrund gibt jede Dividendenkürzung ein schlechtes Signal. Je mehr die Aktienkurse abschmieren, desto teurer wird es aber für die Unternehmen, Eigenkapital zu bekommen und zu investieren. Außerdem erzeugt ein ins Bodenlose fallender Aktienkurs enormen Druck auf das Management, etwas zu tun - zum Beispiel, härter zu sparen und damit auch Jobs zu streichen. Die Logik "entweder Jobs oder Dividende" ist also zu simpel.

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