Der Markt-Monitor
Ein schlechtes Börsenjahr

Allmählich, hat man den Eindruck, gewinnen die Bären an der Börse den Kampf gegen die Bullen. Aber nach mehreren guten darf einen auch ein schlechtes Börsenjahr nicht schocken. Wie Anleger mit dem Crash auf Raten umgehen sollten. Der Markt-Monitor von Frank Wiebe .

Allmählich, hat man den Eindruck, gewinnen die Bären an der Börse den Kampf gegen die Bullen. Immer wieder schlechte Nachrichten von Banken oder Fonds, Ausverkaufstage wie am Donnerstag mit dem superschwachen Auftakt in Tokio, und dann auch noch Henry Paulson mit dunklen Andeutungen: Wenn der US-Finanzminister nicht mehr den Bullen spielt, ist Gefahr im Verzug.

Es kann also gut sein, dass 2007 ein schlechtes Börsenjahr wird. Die amerikanischen Aktienindizes und der europäische Euro Stoxx 50 liegen schon etwa auf dem Niveau des Jahresanfangs. Der deutsche Dax hat noch gut zehn Prozent Polster. Aber die sind im Zweifel auch schnell verschwunden. Was heißt das für Anleger?

Viele Aktionäre dürften trotz der jüngsten Kurseinbußen noch ganz gut schlafen. Denn seit 2003 ging es an den Börsen praktisch nur aufwärts, zum Teil mit zweistelligen Steigerungsraten. Nach einer langen Hausse wäre ein schlechtes Jahr keine Überraschung - selbst zwei schwache Jahre wären keine Katastrophe.

Aber der Blick zurück hilft nur wenig bei Anlageentscheidungen. Wie geht es also weiter? Aus der neuen Wissenschaft "Behavorial Finance" , die sich mit typischem Anlegerverhalten beschäftigt, ist ein Muster bekannt: Wenn Anleger einmal in die Verlustzone gerutscht sind, halten sie immer weiter an ihren Aktien fest, weil sie Verluste nicht "realisieren" wollen - das wäre ja das Eingeständnis, dass sie mit ihrer Einschätzung falsch gelegen haben. Wer so "aus dem Bauch heraus" handelt, landet auch auf dem Bauch.

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