Der Markt-Monitor
Eine heiße Woche

Morgen wird es sehr spannend: Lehman publiziert Zahlen, die Fed senkt die Zinsen. Und heute geht der Markt mit dem Schwung der letzten Woche erst einmal weiter nach unten.

Am Ende der Woche sind wir schlauer. Dann wissen wir: ob einige der US-Banken noch böser als befürchtet von der Immobilienkrise erwischt wurden. Lehman ist so ein Angstkandidat, der gleich morgen seine Zahlen veröffentlicht. Außerdem wissen wir, wie weit die Fed Zinsen gesenkt hat und wie die ersten Reaktionen daraufhin ausgefallen sind.

Und was werden wir nicht wissen? Möglicherweise bleiben wir im Unklaren, wie genau die US-Banken ihre zweifelhaften Engagements bewertet haben. Wenn das so kommt, wird die Unsicherheit noch steigen. Außerdem gilt für die Notenbankpolitik: Nach der Fed ist vor der Fed. Kürzt sie nur um einen Viertel Punkt auf 5,0 Prozent, dann gehen gleich die Spekulationen los, dass sie sich ein weiteres Viertel für den nächsten Termin aufgespart hat. Kürzt sie gleich einen halben Punkt, dann wird das möglicherweise so verstanden: Basta, das war's erst einmal. Das kann, wenn der Markt sehr nervös ist, sogar zu paradoxen Reaktionen führen, dass der Markt auf eine große Zinssenkung letztlich skeptischer reagiert als auf eine kleine.

Vielleicht wissen wir Ende der Woche auch schon mehr darüber, wer Northern Rock, die britische Bank, oder wer die heimische IKB kauft. Wünschenswert wäre es. In jedem Fall kann es sein, dass diese Woche erst einmal den Tiefpunkt der Kurse darstellt - oder den Ausgangspunkt für einen noch tieferen Fall. Seien wir mal optmistisch und nehmen den ersten Fall an.

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