Der Markt-Monitor
Falsch verbunden

Die starke Reaktion auf den zurückhaltenden Ausblick von Vodafone zeigt, wie nervös der Markt ist.
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Eigentlich haben ja die Finanzwerte die rote Farbe abonniert. Tag für Tag sinkt ihr Wert, nur von seltenen Erholungsphasen durchbrochen. Selbst dann, wenn die großen Indizes gut laufen, sieht es bei den Finanzwerten schlecht aus. So erreichen sie nach und nach das Kursniveau, das ihren, nach der Finanzkrise, geschmälerten Gewinnaussichten angemessen ist.

Heute aber stehlen ihnen die Telekomwerte die Show. Vodafone bricht sogar zweistellig ein. Die spanische Telefónica erwischt es schwer, weil Vodafone in Spanien schlechte Geschäfte gemacht hat. Außerdem läuft es in Spanien ohnehin nicht gut: Der Motor der Wirtschaft, der Immobilienmarkt, hat einen Kolbenfresser. Aber auch die Deutsche Telekom fährt im Rückwärtsgang, ist nicht mehr weit von den magischen zehn Euro entfernt.

Dabei hat Vodafone insgesamt ungefähr so viel verdient, wie Analysten erwartet haben. Und die Briten haben ihre Prognosen fürs gesamte Jahr auch nicht gesenkt, sondern nur klargestellt, dass sie sich am unteren Ende der Spanne bewegen werden. Was eigentlich niemand wundern darf in der heutigen Situation. Bei einer Firma in einem Land, das sich ebenfalls kollektiv mit Immobilien verspekuliert hat. Eigentlich hat Vodafone daher nichts neues gesagt. Dass die Kurse der gesamten Branche so stark reagieren, zeigt, wie angeschlagen der Markt ist. Die paar Tage Zwischenerholung sind beinahe schon wieder vergessen.

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