Der Markt-Monitor
Fortis benötigt Geld

Der niederländisch-belgische Allfinanzkonzern Fortis erhöht das Kapital. Und der Kurs stürzt ab. Für die gesamte Finanzbranche ist das kein gutes Signal.

Rund acht Milliarden Euro will Fortis in die Kasse bekommen - durch eine Kapitalerhöhung und den Verkauf von Vermögensanteilen. Und ob der wichtige Aktionär Ping An, eine chinesische Versicherung, bei der Kapitalerhöhung mitziehe, sei noch offen. Das Management bezeichnet die Lage der Branche als schwierig und erwartet vorerst keine Besserung.

Vor kurzem hatte Fortis schon eine nicht rückzahlbare, also ewig laufende, Anleihe begeben - auch damit kann man das Risikokapital stärken. Die Bank ist in die große Übernahme von ABN Amro, zusammen mit zwei Partnern, verwickelt. Zuletzt gab es auch Berichte, Fortis habe Mühe, Teile von ABN, die verkauft werden sollen, loszuwerden. Jedenfalls zeigt sich wieder, dass eine unglaublich komplizierte Übernahme zu dritt nur eine mäßig tolle Idee ist - vor allem, wenn man damit mitten in die Branchenkrise hineinrutscht.

Die Fortis-Aktie steht jedenfalls heute stark unter Druck. Und für die gesamte Finanzbranche ist das kein gutes Signal. Insofern passt der Vorgang zum heutigen Tag, der ohnehin etwas verhalten gestartet ist. In Fernost fällt auf, dass der Euro ein Rekordhoch gegenüber dem Yen gezeigt hat - kein Drama, aber auch keine gute Nachricht für deutsche Exporteure.

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