Der Markt-Monitor
Gegen Abend Gewinnmitnahmen

Heute senkt die Fed die Zinsen. Danach sind Gewinnmitnahmen zu erwarten. Wahrscheinlich erst nach Börsenschluss in Europa – aber vielleicht gibt es sogar einen Vorzieheffekt.

Die Märkte haben sich jetzt darauf eingestellt: Einen Viertel Prozentpunkt geht es nach unten in den USA. Mehr wird die Notenbank nicht tun. Sie würde damit nur das Gegenteil dessen erreichen, was sie will. Denn ein großer Schritt wäre in der heutigen Situation nicht mehr unbedingt Grund zur Freude unter den Börsianern. Sondern eher Anlass zur Sorge: Ist es noch schlimmer als gedacht?

So sehr die Zinssenkung erwartet wird, so schnell wird ihr Effekt verpufft sein. Wahrscheinlich gibt es daher sehr schnell Gewinnmitnahmen, wenn auch nicht in dramatischem Ausmaß. Und in ein paar Tagen kommen die ersten Stimmen: Wir wollen mehr. Und dann wird es wirklich spannend. Wenn die Fed dem neuen Begehren nicht gleich von Anfang an behutsam Widerstand leistet, dann bringt sie sich selbst in Zugzwang - und verliert ihre Glaubwürdigkeit.

So oder so gibt es also wenig Anlass zur Hoffnung auf eine Jahresendrally. Wenn die Fed weitere Hoffnungen auf Zinssenkungen dämpft, sieht es schlecht aus. Wenn sie sie nicht dämpft, ist es auch nicht gut. Aber was wollen wir eigentlich mehr? Wir haben eine der ekligsten und langwierigsten Finanzkrisen seit langer Zeit - und der Dax bewegt sich auf Rekordniveau oberhalb von 8 000 Punkten. Die Börse ist damit besser gelaufen als zu erwarten war - ich war jedenfalls pessimistischer.

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