Der Markt-Monitor
Gespaltene Zunge

Irgendwie versuchen zurzeit alle, die Krise abzusagen. Gleichzeitig gibt es aber keinerlei Anzeichen dafür, dass das Vertrauen wieder steigt.

Der Aktienmarkt hält sich zurzeit erstaunlich stabil - unterm Strich zeigt er sogar wieder eine leichte Tendenz nach oben. Offenbar verlassen sich die Investoren darauf, dass die Notenbanken beherzt eingreifen, wenn es zu schlimm wird. Und sie scheinen den Aussagen zahlreicher Banker, es sei alles nicht so schlimm, zumindest halbherzig Glauben zu schenken. Anders wäre die zwar wenig herzliche, aber doch freundliche Grundstimmung nicht zu erklären.

Auf der anderen Seite zeigt der Geldmarkt jeden Tag, dass die Banken sich gegenseitig immer noch nicht über den Weg trauen. Wieso eigentlich, wenn doch alles nicht so schlimm ist? Offenbar befürchtet jede Bank, den Konkurrenten könnte es schlimmer erwischt haben als sie selbst - das wäre noch die beste Annahme, die wir aber hier mal teilen wollen. Die schlimmere Variante wäre, dass die Banken wissen, wie viel M.... sie noch in ihren eigenen Bilanzen versteckt halten und deswegen Angst haben, bei den anderen sehe es genauso aus.

Trichet wird heute nicht viel bewegen. Er wird den Zins lassen, wo er ist. Nachdem fast jeder damit rechnen, kann er sich nichts anderes mehr leisten. Einen Impuls wird das den Märkten kaum geben. Aber die warten ohnehin darauf, was die US-Notenbank tut.

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