Der Markt-Monitor
Gewinnmitnahmen bei der Münchener Rück

Die Börse hält sich leidlich. Die Aktie der Münchener Rück schert aus, obwohl das Unternehmen ganz solide Zahlen vorgelegt hat.
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Auf den ersten Blick ist es überraschend, dass die Börse negativ auf die Zahlen der Münchener Rück reagiert. Das Unternehmen hat es immerhin geschafft, im Gesamtjahr einen ordentlichen Gewinn zu erwirtschaften. Und selbst im vierten Quartal, das an den Kapitalmärkten eine einzige Katastrophe war, blieb unterm Strich noch was übrig.

Zum großen Teil dürfte es sich einfach um Gewinnmitnahmen handeln. Die Aktie hatte im Vorfeld der Veröffentlichung zugelegt, wohl in der Hoffnung, dass solide Zahlen zu einem Kurssprung verhelfen. So fand der Sprung vorgezogen statt. Eine Rolle spielt möglicherweise aber auch, dass die Erstversicherungstochter Ergo die Dividende streicht. Die Münchener Rück behält die eigene Dividende zwar bei. Aber weil das Geschäft bei Ergo im Gesamtjahr so schlecht lief, könnte wieder die uralte Diskussion hochkommen, wie sinnvoll es ist, wenn ein Rückversicherer zugleich ein großer Erstversicherer ist.

Bei der insgesamt knapp positiven Tendenz an den Aktienmärkten fällt doch auf, dass die Börse den De-facto-Zusammenbruch des amerikanischen Automarktes so ziemlich ignoriert. Klar, so richtig überraschend konnten die schwachen Zahlen gestern niemanden mehr. Aber die Dramatik, die darin zum Ausdruck kommt, ist doch gewaltig. Die Anleger haben sich offenbar entschlossen, dem nicht zu viel Aufmerksamkeit zu widmen.

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