Der Markt-Monitor
Herzprobleme bei Bayer

Die Aktie steht unter Druck, weil die Leverkusener ein Herzmedikament vom Markt nehmen müssen - ein Beispiel für viele.

Das Herzmittel, das Bayer vom Markt nehme muss, war kein "Blockbuster", wie es so schön in der Branche heißt, also kein Milliardengeschäft. Und die Analysten rechnen damit, dass der Effekt für den Kurs sich in Grenzen hält. Trotzdem zeigt das Beispiel die typischen Risiken der Pharmabranche auf.

Die Unternehmen investieren viel in neue Medikamente. Die Entwicklung, Zulassung und Markteinführung dauern Jahre lang, das investierte Geld fließt also spät zurück. Immer wieder kann es vorkommen, dass die Medikamente dann bei Studien durchfallen oder sich nach Markteinführung Probleme einstellen. In Einzelfällen - Bayer hatte das einst beim Mittel Lipobay - kann ein solcher Misserfolg den Kurs stark einbrechen lassen.

Dem gegenüber steht der Langfristtrend: Immer mehr alte Menschen brauchen immer mehr Medikamente. Und weil sich medizinische Forschung enorm weiterentwickelt, können auch mehr Krankheiten behandelt werden. Wer Pharma-Aktien kauft, investiert also in einen Megatrend. Aber muss eben auch kurzfristig mit heftigen Rückschlägen rechnen - die viel stärker ausfallen können als das, was wir heute bei Bayer sehen.

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