Der Markt-Monitor
Irgendwas mit Obst

Apple bringt die Aktienbörse wieder auf Trab. Aber das dürfte mehr Anlass als wirklicher Grund für die kleine Erholung sein.

Tom Hanks verrät in "Forrest Gump", wie er reich wurde: "...irgendwas mit Obst" sagt er, und dann huscht dass Logo von Apple über die Leinwand. Gestern abend hat die Kultmarke wieder mit guten Zahlen geglänzt - und damit gibt sie der ganzen Börse, die sich ohnehin leicht erholt hatte, noch einen Kick.

Ganz nüchtern betrachtet darf man die Zahlen freilich nicht überbewerten. Der "Mac", der seinen Marktanteil deutlich vergrößert hat, ist nach wie vor etwas, wo von viel mehr Leute schwärmen, als ihn zu kaufen. Auch wenn man in einem New Yorker Starbucks das Gefühl hat, dass man dort nur mit "Mac" überhaupt reindarf: Verglichen mit dem Gesamtmarkt bleiben die Apple-Computer tief im einstelligen Prozentbereich. Es ist daher mehr ein gefühlter Effekt für die Börse: Wenn das PR-Genie Steve Jobs mit seiner Firma glänzt, dann darf man auch sonst im Leben weiter träumen.

Interessanter für die reale Wirtschaft sind die steigenden Zahlen von amerikanischen Privatleuten, die Konkurs anmelden, weil sie ihre Raten für das Baudarlehen nicht mehr bezahlen können. Daran lässt sich ablesen, dass noch einiges auf uns zukommt, wenn die wichtigste Zugmaschine der Weltkonjunktur, der amerikanische Verbraucher, nicht mehr läuft. Zwar heißt es, dass die Schwellenländer mit ihrer wachsenden Nachfrage inzwischen diesen Verlust auffangen. Aber wohin exportieren denn Schwellenländer wie China ihre Waren? Hauptsächlich in die USA.

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