Der Markt-Monitor: Japans Ikonen stürzen

Der Markt-Monitor
Japans Ikonen stürzen

Der Zauber der großen japanischen Namen wie Toyota und Sony verblasst rasant. Das wirft Schatten auf die Weltbörsen.
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Japan hat Jahre lang ökonomisch herumgekrebst: Krise, Deflation, Staatsverschuldung, kaum Wachstum. Die Probleme fanden allerdings auf hohem Niveau statt - der Wohlstand war groß, die sozialen Probleme waren vergleichsweise gering. Und dann gab es immer die großen japanischen Marken - die zugleich Konzerne waren - die durch alle Krisen hindurch für Innovation und Leistungsfähigkeit standen.

Die Finanzkrise hat diese Konzerne entzaubert - heute zog es Sony wieder einmal heftig in den Strudel, weil Befürchtungen über sehr hohe Verluste kursierten. Bei Toyota, dem Vorzeigeunternehmen der Autobranche, ist ebenfalls der Lack ab. Es zeigt sich jetzt, dass ein Teil der großen Erfolge auf den spekulativ unterbewerteten Yen und den Konsumhunger der Amerikaner zurückzuführen war. Amerika hat den Umsatz und noch mehr den Gewinn gebracht. Doch die Voraussetzungen dafür sind gefallen.

Deswegen wird von Tokio immer wieder ein Schatten auf die Weltbörsen fallen. Die Börse funktioniert hin und wieder als Verstärker aller schlechten Nachrichten aus den USA. Allerdings muss man im Auge behalten: Toyota bleibt ein hervorragender Autokonzern. Bis sich das wieder auszahlt, kann es aber ein paar Jahre dauern.

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