Der Markt-Monitor
Jetzt auch die Versicherer

Bisher standen vor allem die Banken wegen der Subprime-Krise unter Druck. Jetzt könnte es auch für die Versicherer unangenehmer werden.

AIG, nach Börsenwert der weltgrößte Versicherer, hatte gestern einen schlechten Tag. Nachdem die US-Bank Merrill Lynch Milliardenabschreibungen auf zweifelhafte Hypothekenforderungen vornehmen musste, geriet AIG ins Gerede. Die Befürchtung, der Versicherer könne zu ähnlichen Schritten gezwungen sein, setzte die Aktie unter Druck.

Damit erreicht die Krise auch die Versicherngsbranche. Zwar hatte AIG schon einmal von seinen Engagements berichtet, aber das geriet anschließend wieder ein wenig in Vergessenheit. Wichtig ist auch, dass die Qualität der Finanzkrise sich allmählich ändert. Noch im Sommer ging es vor allem um Liquidität. Fonds und Banken und ihre Ableger litten unter dem schwindenden Vertrauen der Anleger und bekamen plötzlich auch dann Probleme, wenn sie ganz solide investiert hatten. An den Versicherern ging diese Krise weitgehend vorbei, weil ihre Kunden meist langfristig durch Verträge gebunden sind. Aber inzwischen ist nicht mehr die Liquidität das alleinige Thema. Es geht jetzt auch um echte Zahlungsausfälle. Und wenn sich die häufen, könnten die Versicherer stärker betroffen sein.

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