Der Markt-Monitor
Jetzt auch noch Goldman

Das Wall-Street-Journal erwartet einen hohen Verlust bei Goldman Sachs. Ein erneuter Stoß für das Restvertrauen der Investoren.
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Dass Goldman Sachs auch nicht immun ist gegen die Finanzkrise, hatten wir schon mitbekommen. Aber das Wall-Street-Journal erwartet nun einen Quartalsverlust von zwei Milliarden Dollar, der die Schätzungen der Analysten weit übertreffen würde. Damit wäre vom "Wir-schaffen-es-besser-als-die-anderen-Image" der Goldman nicht mehr viel übrig. Kein gutes Vorzeichen für die andere Bank mit diesem Image: die Deutsche.

Die Gerüchte um Goldman waren vermutlich einer der Gründe für die extreme Schwäche der US-Finanzwerte gestern, die schon wieder bedrohliche Ausmaße anzunehmen scheint. Außerdem zeigt der Schlingkerkurs der US-Regierung Wirkung. Weil sie zunächst den Aufkauf "toxischer" Wertpapiere versprochen, das aber zu Gunsten direkter Hilfsaktionen für die Banken aufgegeben hatte, werden diese Hilfsaktionen jetzt wohl noch dringender. Hinzu kommt, dass die Versuche, sich dem Verfall der Immobiliempreise entgegenzustemmen, wenig Erfolg zeigen.

Damit geht die Mechanik des Horrors an den Finanzmärkten weiter. Zwar werden wir wahrscheinlich keinen vollständigen Zusammenbruch erleben, weil kurz vor dem Absturz eines wichtiges Players jeweils der Staat eingreift. Aber das Abschmelzen der Vermögenswerte geht weiter - bis so ein realistisches Niveau erreicht haben, und vielleicht auch noch ein gutes Stück darüber hinaus.

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