Der Markt-Monitor
Jetzt kommt die Rechnung

Die Probleme auf dem US-Immobilienmarkt und den Kreditmärkten breiten sich noch schneller aus als befürchtet.

In den vergangenen Jahren schienen Banker und Hedge-Fonds-Manager Genies zu sein. Was immer sie anpackten wurde ein Erfolg. Beinahe alle Wetten gingen auf. Man fragte sich schon, wie diese wunderbare Geldvermehrung eigentlich funktionieren konnte.

Jetzt kennen wir das Geheimnis: Die Rechnung für den Erfolg kommt später. Rund um den Erdball sitzen Banken und Hedge-Fonds auf Vermögenswerten, die plötzlich an Wert verlieren. In den USA gerät schon wieder ein Immoblienfinanzierer in Schieflage - und zwar einer, der Kredite mit guter Bonität vergeben hat. Und die australische Macquarie-Bank, die besonders in dem Ruf steht, ein goldenes Händchen zu haben, steckt gleich mit drin.

Verschärfend kommt hinzu, dass die amerikanische Notenbank, die Fed, offenbar nicht geneigt ist, die Wogen zu glätten. Jedenfalls hat William Poole, der Fed-Chef von St. Louis, gestern klar gemacht, dass die Geldpolitiker erst dann gefragt seien, wenn die Stabilität des Geldes, der Arbeitsmarkt oder die Funktionsfähigkeit der Kapitalmärkte in Gefahr seien. Für Spekulationsverluste hingegen oder den Ausfall von Geschäftsmodellen auf dem Finanzmarkt hingegen nicht. Und er hat Recht: Wäre es anders, dann würden in guten Zeiten die Spekulanten die Märkte noch höher treiben. So wird Ben Bernanke es in dieser Krise auch schaffen, endgültig die Kritiker, die ihn für zu weich halten, vom Gegenteil zu überzeugen.

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