Der Markt-Monitor
Kein Grund zur Sorge

Negativmeldungen aus dem US-Finanzsektor dämpfen die Stimmung an den Börsen. Doch die Schlagzeilen sind wenig überraschend.

Der Dax startet den Tag mit Verlusten und bleibt somit unter 8000 Punkten. Nach dem Minus an der Wall Street und dem Rückgang in Japan war das nicht anders zu erwarten. Anlass zur Sorge gibt es an der Börse aber nicht. Denn überraschend sind die Berichte, die gestern aus den USA kamen, nun wahrlich nicht. Dass uns die Finanzkrise noch einige Zeit beschäftigen wird, war nicht anders zu erwarten. Gleiches gilt für Negativschlagzeilen von Banken im Zuge der Berichtsaison. Zumal manch ein Finanzhaus die Gunst der Stunden nutzen dürfte, um noch ein paar Belastungen mehr in die ohnehin schwächeren Zahlen zu stecken. So sichern sie sich einen günstigen Basiseffekt für das nächste Quartal.

Das einzige Problem an den negativen Schlagzeilen aus dem Finanzsektor ist zurzeit, dass die US-Berichtsaison an anderer Stelle zu wenig Positives bietet. Daher bleiben die Börsen vorerst auf Seitwärtskurs. So richtig schlimm ist eine Verschnaupfause alledings auch nicht. Nach der Zwischenrally seit Mitte September kann sie dem Markt sogar ganz gut tun. Ob der Dax in dieser Zeit über oder unter der Marke von 8000 Punkten notiert, ist letztlich egal.

Ralf Drescher
Ralf Drescher
Handelsblatt.com / Teamleiter Finanzen (bis 29.2.2012)
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