Der Markt-Monitor
Kurz vor Panik

Den ganz großen Ausverkauf an den Märkten haben wir noch nicht - aber weit weg sind nicht mehr davon.

Wer jetzt auf den ganz großen Knall wartet und sich freut, so lange er nicht stattfindet, der handelt möglicherweise mit Zitronen. Denn es spricht viel dafür, dass ein Crash heute nicht mehr an einem "schwarzen" Freitag oder Montag stattfindet, sondern eher auf Raten. So war es jedenfalls auch in der letzten großen Aktienkrise ab 2001.

Die Unterstützung des Geldmarktes durch die Europäische Zentralbank gestern war schon der Hammer - dieser Schock dürfte noch eine Weile nachwirken. Auf der anderen Seite haben die Zentralbanken (in den USA die Fed hat ja auch ein bisschen Geld reingespritzt) so gezeigt, dass sie die Märkte nicht zusammenbrechen lassen. Aber sie werden sie auch nicht wirklich retten wollen. Und genau das spricht dafür, dass der Crash, wenn er denn stattfindet, sich eher portionsweise vollzieht.

Möglicherweise beruhigt sich der Markt auch heute schon wieder und wir bleiben unterm Strich in unserer Seitwärtsbewegung um die 7500 Dax-Punkte. Aber eines gilt in jedem Fall: Die Börsen müssen sich daran gewöhnen, mit der Krise zu leben. Es wird immer wieder neue Probleme geben, die hier und da auftauchen. Und die nächste Welle rollt bereits. Denn in den USA werden jetzt viele ganz normale Hausfinanzierungen sauer, weil Banken und Kunden blind auf weiterhin niedrige Zinsen und steigende Immobilienpreise gesetzt haben.

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