Der Markt-Monitor
Lehren aus dem Schlachtfest

Die Finanzkrise hat an den Aktienmärkten gewaltige Werte vernichtet. Doch billig sind Aktien nach wie vor nicht. Das Gebot der Stunde heißt Sicherheit.
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Auf der Straße geht alles seinen gewohnten Gang. Die Finanzkrise ist im Alltag noch nicht sichtbar, wenn sie inzwischen auch die Nachrichtensendungen zur Prime Time erreicht hat. Das „große Schlachten“ findet anderswo statt: bei den Banken und den Aktienkursen. Aktionären zittern in diesen Tagen die Nervenkostüme. Zurecht, denn die Rettungspakete der Regierungen mit den Garantien für Bankeinlagen sind verpufft – wenn man die Reaktion der Börsen als Maßstab nimmt.

Billig sind Aktien auch nach den weiteren Kursstürzen nicht. Die zweitwichtigste Frage ist deshalb: Was kann man noch kaufen? Es gibt eine langweilige Antwort: Das, was bereits in den vergangenen Wochen und Monaten von der Finanzkrise profitiert hat. Die Rede ist von Staatsanleihen. Mit der Antwort erledigt sich auch die wichtigste Frage: Was ist pleitesicher?

In der Börsengeschichte gab es immer wieder Zeiten, in denen Kapitalerhalt in einer sicheren Parkposition wichtiger war als die Jagd nach einer Extrarendite. Eine solche Periode hat Mitte vergangenen Jahres mit dem offenen Ausbruch der Kreditkrise begonnen. Es ist zwar psychologisch unbefriedigend, die Hände in den Schoß zu legen und nichts zu tun. Aber angesichts der weiter eskalierenden Kreditkrise und der damit verbundenen Höchstrisiken im Finanzsystem hat der typische Privatanleger keine andere Wahl.

In stürmischen Zeiten gilt es, Schutz zu suchen. Wer sein Geld am Ende des Orkans zur Verfügung hat, kann beispielsweise Aktien billig einkaufen. Dann schlägt die Stunde der Schnäppchenjäger. Bis dahin heißt es, Fehler zu vermeiden. Das heißt heute: vor allem Bonitäts- und Kreditrisiken meiden. Typische Zertifikate, nichts anderes als Anleihen von Banken, kann man nur mit spitzen Fingern anfassen. Höchste Bonität bietet bei den klassischen Wertpapieranlagen nur der Staat.

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