Der Markt-Monitor
Liquidität heißt Blase

Heute werden wir mal grundsätzich - während die Börse sich an der 5000er Dax-Marke abarbeitet und wenig Lichtblicke außer Pharmawerten bietet.
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Wenn die Hausse ins Laufen kommt, ist immer wieder die Rede von der Liquidität, die die Märkte treibt. Zunächst ist das erfreulich, denn Liquidität ist Vertrauen. Und es ist ja eine gute Nachricht, dass das Vertrauen in die Märkte zurückgekehrt ist. Aber Liquidität kann man auch anders deuten: als Beginn einer neuen Blase.

Wie sehr sich schon die sprachlichen Bilder ähneln. "Liquide" heißt flüssig, bei der "Blase" geht es dagegen um Luft. Im Grunde ist das eine eine hydraulische und das andere ein pneumatische Metapher, die aber beide dasselbe aussagen. So lange der Boom noch läuft, oder wenn er gerade anläuft, redet man von "Liquidität", wenn die Kurse in den Keller rauschen, deutet man das im Nachhinein als "Blase".

Vielleicht lässt sich so auch das alte Problem angehen, wie denn die Notenbanken erkennen sollen, dass wir uns in einer Blase befinden. Früher hat die US-Notenbank die Meinung vertreten, dass könne man immer erst hinterher wissen. Inzwischen denkt wse um. Und der einfachste Indikator ist vielleicht: wo viel von Liquidität die Rede ist, da droht eine Blase.

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