Der Markt-Monitor
Mächtig Rückenwind aus der Schweiz

Bei Credit Suisse ist der Quartalsgewinn zwar gegenüber dem Vorjahresquartal drastisch eingebrochen. Trotzdem jubelt die Börse.
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Erstens ist es insgesamt nicht so schlimm wie erwartet. Zweitens haben die Schweizer viel weniger abschreiben müssen wegen der Finanzkrise, als befürchtet worden war. Vor allem das gibt allen Finanztiteln Auftrieb. Es verstärkt die Stimmung der letzten Tage, die in die Richtung lief: "Das Schlimmste ist doch vorbei." Sie ist freilich trügerisch. Wir hatten das schon mehrfach im Laufe des Jahres - meist kam sehr rasch zu Rückschlägen.

Interessant für Credit Suisse selbst ist aber, dass offenbar Kunden von UBS herüberkommen. Jahre lang stand Credit Suisse im Schatten des großen Schweizer Konkurrenten. Jetzt, nachdem UBS sich noch viel stärker die Finger in der Finanzkrise verbrannt hat, dreht sich das Bild komplett. Die Kunden haben eben wenig Vertrauen zu einem Vermögensverwalter, der sein eigenes Vermögen nicht einmal sicher anlegen kann. Dass bei Credit Suisse auch einiges schief lief, fällt dagegen fast nicht mehr auf, weil es um viel geringere Summen geht. UBS wird es schwer haben, diesen Vertrauensschaden zu reparieren - das dauert länger, als die Bilanz in Ordnung zu bringen.

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