Der Markt-Monitor
Milde Reaktion auf das Airbus-Debakel

Airbus kommt vielleicht doch nicht mit dem Riesenauftrag für die US-Luftwaffe zum Zug. Aber die Börse findet das nicht dramatisch.

Es war ein riesiger Sieg von Airbus, allerdings zusammen mit einem amerkanischen Verbündeten, über Boeing. Ein gigantischer Milliarden- Auftrag. Es ging ums Prestige - und ums Prinzip. Auch ein europäisch geführtes Konsortium kann die US-Luftwaffe beliefern, lautete das Signal.

Jetzt hat eine US-Regierungsbehörde das alles in Frage gestellt, weil sie "Errors" bei der Bewerbung von Airbus entdeckte. Die Börsenkurse der Beteiligten reagierten darauf, aber nur mit wenigen Prozenten. Zum Teil war der Spruch der Behörde wohl schon befürchtet worden. Der politische Druck gegen die Vergabe an Airbus war enorm, obwohl auch damit sehr viele Arbeitsplätzen in den USA geschaffen würden, nicht nur durch Boeing.

Offenbar ist der Spruch der Behörde aber nicht bindend. Außerdem findet dieses Behörde gerne und häufig "Errors", und die Luftwaffe kann - mit oder ohne neue Ausschreibung - immer noch beim Airbus-Angebot bleiben, das ihr offenbar wirklich besser gefällt. Wer in einem staatlich bestimmten Markt agiert, der hat eben immer zusätzlich politische Risiken zu beachten - auch für den Aktienkurs. Aber die Anleger wissen das und reagieren erstaunlich gelassen.

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