Der Markt-Monitor
Nicht einmal eine halbherzige Erholung

Die Finanztitel ziehen alles in den Abgrund. Hilfe ist nicht in Sicht.
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Vielleicht ist es irgendwann auch egal, was Ben Bernanke, der Chef der US-Notenbank sagt. Noch ist es nicht so weit. Mit seinen pessimistischen Äußerungen hat er gestern die Kurse unter Druck gesetzt. Aber jede schlechte Nachricht ist auch eine gute Nachricht: Wenn Bernanke sich pessimistisch gibt, wird er die Zinsen so schnell nicht erhöhen. Vielleicht hat deswegen die Börse noch relativ gemäßigt reagiert. Doch letztlich wird der Eindruck immer stärker: Die Notenbank kann nicht viel retten und vielleicht nicht einmal mehr viel verderben.

Was wir heute sehen, wirkte anfangs wie eine Zwischenerholung, aber nicht einmal das hat lange vorgehalten. Als im März die amerikanische Notenbank die angeschlagene Investment Bank Bear Stearns gerettet hat, führte das für eine gewisse Zeit zu einer positiven Grundtendenz an der Börse. Nach dem Motto: Die lassen nichts anbrennen. Die Rettungsaktion für die Baufinanzierer Fannie Mae und Freddie Mac hat aber keine vergleichbare Reaktion hervorgerufen. Die Kurse zeigen: Die Anleger fürchten immer noch in einem Winkel ihres Herzens, dass die US-Politik es letztlich nicht schafft, mit den Problemen klarzukommen. So lange das so bleibt, kann man sich eine Erholung der Börsen erst einmal abschminken.

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