Der Markt-Monitor
Noch mehr Ärger für die Deutsche Bank

Nicht nur deutsche Mittelständler und Kommunen fühlen sich von der Deutschen Bank über den Tisch gezogen - auch eine Bank in den USA.

Josef Ackermann und seine Deutsche Bank stehen ganz gut da in der Finanzkrise. Sie haben zwar tiefere Kratzer abbekommen, als zunächst abzusehen war, aber wirklich tief unter die Haut ging es nicht. Ackermann hat durch die Krise wahrscheinlich international noch an Glaubwürdigkeit gewonnen. Im Inland steht eher im Vordergrund, dass er vor ein paar Monaten plötzlich selbst nicht mehr an die Marktwirtschaft zu glauben schien und Staatshilfe gefordert hat.

Damit wären wir beim Thema "Glaubwürdigkeit". In Deutschland wurde sehr wohl registriert, dass auch die Deutsche Bank der IKB Produkte verkauft hat, an der diese Bank dann letztlich fast zugrunde gegangen wäre - und dass Ackermann derjenige war, der die Rettungsaktion auslöste, für die aber letztlich in erster Linie der Staat zur Kasse gebeten wurde. Hinzu kamen die dubiosen Geschäfte mit Kommunen und Mittelständlern. Alles das erweckte den Eindruck: Die sind clever. So clever, dass sie die Erträge bei der Bank landen und der Kunde den Schaden hat.

Was auf den ersten Blick als provinzieller deutscher Standpunkt oder gar Nebenschauplatz der heimischen Neiddebatte wirken kann, bekommt plötzlich eine andere Qualität, wenn eine amerikanische Bank ins selbe Horn tutet. Zumal ja amerikanische Gerichte gefürchtet sind. Die Aktie der Deutschen Bank reagiert dennoch kaum, denn es geht "nur" um gut 80 Millionen Dollar, Peanuts sozusagen. Trotzdem ist das Verfahren ein Alarmsignal. Es erinnert daran, dass auch die Deutsche Bank klarmachen muss, wie sie künftig hohe Renditen erwirtschaften will, ohne dass die Kunden hinterher vor Gericht ziehen.

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