Der Markt-Monitor
Nur die Energieaktien profitieren von der Tigerente

Ein halber Regierungswechsel in Berlin - aber die Börse interessiert das alles nicht. Ausnahmen sind die Papiere von Eon und RWE, ansonsten ist die Stimmung mau.
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Politische Börsen haben meist kurze Beine, vor allem, wenn man an den unmittelbaren Einfluss des Wahlausgangs denkt. Aber diese Wahl stärkt deutlich nur die Titel der Energieversorger. Kein Wunder, denn jede Laufzeitverlängerung ist bares Geld für die Konzerne. Die Kosten der Kernkraftwerke bestehen hauptsächlich aus Abschreibungen, und die laufen weiter (oder sind schon abgelaufen) - ganz unabhängig von der Laufzeit. Daher wird der zusätzliche Umsatz zu einem großen Teil auch zusätzlicher Gewinn - wenn die neue Koalition sich nicht etwas einfallen lässt, um einen Teil davon abzuschöpfen.

Ansonsten läuft die Commerzbank heute ganz gut, aber das liegt nur an einer Höherstufung durch Analysten. Der Rest ist mau. Die Stimmung an den internationalen Börsen ist wichtiger als die Frage, ob Merkel demnächst eine Tigerente oder eine schwarz-rot gestreifte Koalition anführt. Die langfristigen Folgen der Wahl sollte man freilich nicht unterschätzen: Wenn es der neuen Regierung gelingt, Deutschland wirtschaftlich auf Kurs zu bringen, schlägt sich das auch an der Börse nieder. Bisher ist freilich noch unklar, wie ihre Wirtschafts- und Finanzpolitik tatsächlich aussehen wird - außer einem seriös kaum einlösbaren Versprechen, die Steuern zu senken, war nicht viel zu vernehmen.

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