Der Markt-Monitor
Öl schmiert die Börse

Ein freundlicher Tag beginnt. Und das, obwohl es eine neue Hiobsbotschaft von den US-Banken gab.

Wells Fargo muss nun auch über eine Milliarde Dollar abschreiben. Die US-Bank gilt als grundsolide und konservativ, aber was heißt das schon. Die Börse wird diesen Schock jedoch schnell verdauen. Denn erstens ist die Summe für so ein riesiges Institut verkraftbar. Und zweitens wäre es überraschend gewesen, wenn Wells Fargo so gar nichts von der Finanzkrise abbekommen hätte. Außerdem darf man nicht vergessen: Wer heute abschreibt, wo es alle tun, fällt damit nicht groß auf. Er legt aber den Keim für künftige Gewinnsteigerungen.

Für die freundliche Grundstimmung sorgt aber der Ölpreis. Zwar ist alles andere als klar, was die Opec in der kommenden Woche beschließt. Aber die Spekulation nach oben ist erst einmal aus dem Markt, vielleicht ist er im Moment ganz realistisch bewertet. Und dieses Entspannung dämpft die Konjunktursorgen, die sonst vor allem in den USA zu spüren sind.

Ein Problem könnte in der nächsten Zeit noch die relativ hohe Preissteigerung in Europa sein. Wenn die Amerikaner ihre Zinsen noch einmal senken, wird die EZB sich schwer tun nachzuziehen, eventuell wird sie sogar verbal wieder ein bisschen Stimmung für höhere Zinsen machen. Damit würde sich aber das Gefälle zum Dollar noch mehr verschärfen. Und irgendwann kommt der Punkt, wo es dann nicht mehr heißt "das ist alles kein Problem".

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