Der Markt-Monitor
Öl und heiße Luft

Die Aufsichtsbehörden untersuchen, ob der Ölpreis künstlich nach oben getrieben wurde. Vielleicht hilft das, die heiße Luft aus dem Markt zu nehmen.

Die Nachfrage steigt, das Angebot aber nicht. So wird seit Wochen der drastische Anstieg der Ölpreise begründet. Ausgeblendet bleibt dabei die Tatsache, dass die USA, wenn der Konsum dort schwächer läuft, auch erheblich weniger Öl verbrauchen. Und die letzten Konjunkturdaten sprechen dafür, dass eher der Staatsverbrauch (sprich: Krieg) und der Export die US-Wirtschaft am Laufen halten als der private Konsum, der früher die wichtigste Stütze war.

Das Szenario heißt also: Entweder der US-Konsum wird wesentlich schwächer, aber dann müsste es Entspannung am Ölmarkt geben. Oder der Ölpreis bleibt nachhaltig stark, aber dann wäre der US-Konsum es wohl auch. Überlagert wurde die Konstellation möglicherweise von einer spekulativen Hitze auf dem Ölmarkt, die jetzt hoffentlich durch die Aktion der Aufsichtsbehörden einen Dämpfer bekommt.

Für den Aktienmarkt sieht es daher im Moment nicht so schlecht aus. Kein Zufall ist, dass Lufthansa nach der Entspannung auf dem Ölmarkt der Gewinner des Tages ist. Es bleibt dann noch abzuwarten, welche Konjunkturnachrichten im Lauf des Nachmittags aus den USA kommen.

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