Der Markt-Monitor
Pharmaaktien sind Medizin für die Börse

Die Pharmaaktien profitieren von Obamas Plänen für eine Gesundheitsreform. Dabei handelt es sich in der Tat um ein gigantisches Vorhaben.
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Selten ist der direkte Einfluss der Politik auf Umätze und Gewinne von Unternehmen so stark wie im Gesundheitsbereich. Daher ist es kein Wunder, dass die Pläne der US-Regierung zu einer umfassenden Gesundheitsreform den Pharmaaktien Schub verleiht. Die große Frage bei dem Projekt ist, ob es gelingt und ob es bezahlbar ist.

Das amerikanische Gesundheitssystem ist wahrscheinlich das teuerste welweit. Gleichzeitig grenzt es einen großen Teil der Bevölkerung aus. Unterm Strich ist es also extrem ineffizient. Das ist längst bekannt, aber alle Ansätze zu einer Verbesserung - etwa der von Hillary Clinton in ihrer Zeit als First Lady - sind bisher gescheitert. In den USA ist es kein allgemeiner Konsens, dass jedem Menschen unabhängig von seiner finanziellen Lage eine gesundheitliche Grundversorgung zusteht. Sehr schnell kommt bei allen Verbesserungsvorschlägen das Kostenargument hoch und blockiert alle Bemühungen.

Man kann aber davon ausgehen, dass Obama trotz der miserablen Haushaltslage nicht locker lässt. Denn er hat erkannt, dass die sozialen und die ökonomischen Probleme seines Landes zusammenhängen und will daher beides gleichzeitig angehen. Wenn er eine große Gesundheitsreform auf die Schiene setzt, wird er freilich nicht umhin kommen, an manchen Stellen auch die Kostenschraube anzuziehen. Und das werden die Pharmafirmen spüren. Daher ist vielleicht der Optimismus berechtigt, dass eine Reform kommt, aber der Nutzen für die Unternehmen sollte nicht überschätzt werden.

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