Der Markt-Monitor
Postbank - das Ende eines Märchens

Die Börse stellt sich allmählich darauf ein, dass nichts wird aus dem Postbankverkauf. Und das ist auch realistisch.
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Vor allem der Kurs der Post liefe eine Zeit ganz gut, als sie ihre Verkaufspläne für die Postbank bekanntgegeben hatte. Und der Kurs der Postbank zog immer wieder an, wenn ein Bieter in Sichtweite schien. Inzwischen hat das Märchen seinen Reiz verloren. Und es wird Zeit sich einzugestehen, dass es immer ein Märchen war.

Was will ein Käufer mit den Filialen der Postbank anfangen? Sie dichtmachen und so Wert vernichten? Sie weiter in Kooperation betreiben und so ewig mit dem Verkäufer unentwirrbar wirtschaftlich verbunden bleiben? Neue, eigene Filialen aufmachen und dafür viel Geld ausgeben? Das alles ergibt keinen Sinn.

Den Todesstoß für die Pläne dürfte die skeptische Börsenreaktion auf die Fusion von Commerzbank und Dresdner Bank gegeben haben. Dieser Zusammenschluss ist mit hohen Risiken behaftet. Aber grundsätzlich ist er sinnvoll und geht in die richtige Richtung. Dennoch sieht die Börse fast nur die Probleme und nicht die Chancen. Wie sollte sie da eine Postbank-Übernahme honorieren, wo es schon grundsätzlich nur Fragezeichen gäbe? Die Postbank ist letztlich da am besten aufgehoben, wo sie heute ist: bei der Post.

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